- Philosophie Blog -

 

Willkommen im Denkatorium,

 

dem Blog für Philosophie und Religionswissenschaft im Internet.

 

Hier werden die unterschiedlichsten Themen philosophisch und religionswissenschaftlich (nicht theologisch) betrachtet.

 

Dabei versuche ich eine ausgewogene Mischung herzustellen,

damit es dem Leser nicht zu langweilig wird.

- Philosophie Podcast -

 

Der Podcast für Philosophie und Religionswissenschaft befindet sich noch im Aufbau, kann jedoch schon jetzt über Youtube verfolgt werden.

 

Für diejenigen, die gerne Sendungen anhören und eine Alternative (oder auch als Zusatz) zum ständigen Lesen von philosophischen und religionswissenschaftlichen Texten suchen.

 

Viel Spaß beim Stöbern.




Zitat des Monats

 

"Wenn du geschwiegen hättest,

so wärest du ein Philosoph geblieben."

 

- Anicius Manlius Torquatus Severinus Boëthius -

Buchempfehlung des Monats

 

"Der Allegonaut"

 

- René Kempel-




Umdenken?

Ist unsere Gesellschaft möglicherweise falsch geprägt worden durch Ideale und Ideen die ihren Ursprung im 17. Jahrhundert hatten?
Zugegebenermaßen stellt sich die Frage: „Was ist Falsch?“. Aber die gilt es hier nicht zu beantworten.
Vor einiger Zeit habe ich mir über dieses Thema Gedanken gemacht, weil mir immer wieder auffiel wie sehr sich die asiatische Gedankenwelt von der europäischen oder westlichen Welt unterscheidet. Natürlich hat das auch mit der kulturellen Entwicklung usw. zu tun, aber genau solche Punkte sind es die uns in eine gewisse Richtung gebracht haben. Nicht zu vergessen die Idealisierung von religiösen Ideen oder auch philosophischen Gedanken.
Aber wo genau soll ich mit mit meinem Gedankengang anfangen bevor ich hier jetzt wie wild auf einzelne Punkte der verschiedenen Philosophien hinweise?

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Von Bienen und Bauern

Letztens bin ich durch den Harz gefahren, den ich im übrigen in den letzten Jahren immer schöner finde, wahrscheinlich weil ich ihn anders betrachte, als in meiner Jugend.
 
Dabei ist mir aufgefallen, dass es vermehrt Bauern gibt, die ihr Feld auch mal brach liegen lassen oder darauf Unmengen an verschiedenen Blumen anpflanzen.
Auch die Seitenstreifen der Autobahnen sind weitaus stärker mit Blumen bepflanzt, als man es von den meisten Strecken kennt.

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Knietzsche und der Tod

Vor einiger Zeit wurde mir ein Buch empfohlen, welches ich mir als Erwachsener eigentlich nicht geholt hätte, weil es sich um ein Kinderbuch handelt.

 

Doch halt: Nur weil es ein Buch für Kinder ist, heißt das nicht, dass es nicht den eigenen Horizont erweitern kann.

 

Knietzsche, wird auch der kleinste Philosoph der Welt genannt und wurde von Anja von Kampen erfunden. Bei der Namensgebung bin ich mir, bis auf Nietzsche nicht ganz sicher, da ich dazu zwei Versionen gefunden habe. Das K könnte demnach entweder für das Knie stehen, was sich auf seine Körperhöhe bezieht (lt. Wikipedia) oder, was ich für fast nachvollziehbarer halte, dass sein gesamter Name (in Anlehnung an Nietzsche) das Geräusch beschreibt, wenn er mit seinen offenen Turnschuhen durch den Raum läuft.

 

Aber als solches ist der Name auch nicht wirklich relevant. Viel wichtiger ist, was Knietzsche macht. Er bringt nämlich den Kindern die Welt näher und das auf philosophischem Wege. Doch nicht eben die verstaubte, akademische Philosophie, sondern die praktische Philosophie, um die Welt zu verstehen.


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Gute Nachrichten

Vor einiger Zeit ist die aktuelle Abenteuer Philosophie erschienen und mal abgesehen vom sehr interessanten Hauptthema, der Ästhetik und des Schönen, bin ich ja auch ein großer Fan der „Goodnews“, also der guten Nachrichten.

 

Ich bin so oder so der Meinung, wir sollten uns viel öfter positive Nachrichten zu Gemüte führen. Was im Gegenzug nicht bedeutet, dass wir die negativen Dinge ausblenden sollen, sondern vielmehr ein Gegengewicht schaffen.

 

Dieses Gegengewicht soll uns zeigen, dass Dinge, bei denen wir versuchen sie zum positiven zu ändern, vielleicht auch Wirkung zeigen.

 

Natürlich gibt es auch einige Fernsehsender, die irgendwann auch eine kleine Rubrik dahingehend eingebaut haben, aber ehrlich gesagt, ist diese im Gegensatz zu den vielen negativen oder streng dargestellten Nachrichten eher nicht vorhanden.

 

Zum Beispiel habe ich beim Lesen dieses Mal herausfinden können, dass bspw. gemalte Kunst unsere Herzen schneller schlagen lässt. Dabei kommt es nicht einmal darauf an, ob wir das Kunstwerk verstehen oder dessen tieferen Sinn kennen.

 

Das Wissen über ein Werk hatte also keinen Mehrwert für das ästhetische Erleben, sondern das betrachten alleine reichte aus.

 

Die größte körperliche Reaktion rief ein Gemälde von James Ensors, aus dem Jahre 1930 hervor „Les masques intrigués“.

 

Dahingehend lässt sich die Frage eröffnen, ob wir der Kunst nicht vielleicht doch etwas mehr Raum in unserem Leben geben sollten. Denn wie viele nehmen sich in unserer schnellen Gesellschaft noch Zeit dafür sich mal Kunst in Ruhe anzusehen und wirken zu lassen?


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Programmhinweis

Anstatt eines großen Artikels heute, habe ich einen Programmhinweis, über den ich gestern zufällig gestolpert bin.
 
Die Sendereihe nennt sich "In der Welt zuhause" und ist derzeit noch bis zum 13.06.2020 in der Mediathek von arté verfügbar.
Der Philosoph Philippe Simay reist dabei um die Welt und zeigt die teilweise radikalen Unterschiede auf, die der Mensch in seinen verschiedenen Wohnarten eingeht.
Dabei geht es nicht nur um die Architektur des unterschiedlichen Wohnens, sondern auch die damit einhergehende Geschichte, die bis heute noch gelebt wird.
 
Bisher gibt es 30 Folgen in zwei Staffeln, jedoch sind derzeit nur zwei davon bei arté zu finden. (Wer über YouTube sucht, wird sicherlich fündig werden)
 
Vielleicht hat der eine oder andere ja auch daran Interesse.
 
https://www.arte.tv/de/videos/057411-018-A/in-der-welt-zuhause/
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Der Allegonaut

Manchmal bin ich ja am überlegen, wie ich meinen Rezension oder einen allgemeinen Artikel wohl am Besten anfangen soll. Mit dem Hinweis, dass ich etwas gelesen oder überlegt habe?

 

Oder vielleicht doch, dass ich privat kaum zu etwas kam, damit der Leser weiß, dass es manchmal etwas schwierig um mein Zeitmanagement bestellt ist, da ich den Blog nicht beruflich verfolge?

 

Zugegebenermaßen habe ich Letzteres derzeit recht gut in den Griff bekommen, was mich vermehrt lesen, rezensieren und gedanklich auf die Philosophie konzentrieren lässt.

 

Aber ich schweife ab...

 

Ich muss gestehen, ich bin immer skeptisch, wenn ich ein Buch in die Finger bekomme, gerade wenn es sich um Romane handelt, die versuchen Philosophie zu verarbeiten. Was daran liegt, dass ich als schwierig erachte Philosophie in Romanen gut zu thematisieren.

 

Dennoch lasse ich mich gerne eines Besseren belehren und manchmal wird man dafür auch belohnt. René Kempel, Autor des oben genannten Buches hat hier ein beachtliches Werk geschaffen.

 

Das faszinierende daran ist, dass es nur etwas mehr als 100 Seiten hat, aber dennoch auf Grund des, wie ich finde, unglaublich guten Schreibstils, den Leser mitreißt und gefangenhält. Ich hatte beim Lesen des Buches nicht einen einzigen Moment, an dem ich dachte „langweilig“ und dabei vielleicht mit den Gedanken abdriftete, sondern ganz im Gegenteil, ich wollte so schnell wie möglich weiterlesen.


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Der aufrecht gebückte Mensch

   Vor einiger Zeit hatte ich das Glück, oben genanntes Buch, von Wolfgang Paul, lesen zu dürfen. Dabei handelt es sich um eine philosophische Betrachtung des Menschen und seine Position im Leben.

 

Zugegebenermaßen war ich anfänglich etwas irritiert, da der Autor öfter Bilder aus der Bibel nahm und anhand dieser etwas versuchte zu erklären. Daher las ich mit einer gewissen Skepsis weiter.

 

Das liegt mitunter daran, dass ich oft schon (philosophische Bücher) gelesen habe, die solche Metaphern benutzten, um später ihre philosophische Idee auf einem Gottesgedanken zu begründen. Das ist hier aber glücklicherweise nicht der Fall, sondern es wird als reine Metapher für unser Verhalten verwendet, die einfach einen Gedanken verdeutlichen soll.

 

Unter dem aufrecht gebückten Menschen kann man sich zuerst nicht wirklich viel vorstellen, nur kommt die Idee auf, dass es sich vielleicht um eine weitere Evolutionsstufe handeln könnte, die der Mensch erreicht hat, nachdem er einige Zeit aufrecht gegangen ist.

 

Denn eigentlich gehen wir doch davon aus, dass wir auch heute noch aufrecht und selbstbestimmt durch das Leben gehen oder ist das etwas doch nicht so?

 

So fern ist dieser Gedanke nicht. Paul weist in seinem Werk auf den Zwiespalt hin, in dem sich der Mensch sich befindet. Auf der einen Seite finden wir den Minderwertigkeitskomplex und auf der anderen die Überheblichkeit.

Ebenso stellt sich die Frage, ob unsere Werte die wir hatten oder denken zu haben, wertlos geworden sind, weil wir sie eben nicht mehr leben.


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Wir mit unseren Gedanken

Ursprünglich hatte ich begonnen einen Text zu schreiben, in dem es um die Hysterie um Covid-19 geht.

 

Damit meine ich nicht das Virus selbst, denn das ist als solches noch viel zu unerforscht und die Spätfolgen sind noch gar nicht absehbar, sondern eigentlich ging es mir dabei um das Verhalten der Menschen im Vergleich zur Statistik.

 

Jedoch habe ich diesen Text verworfen, weil es vielleicht den Eindruck gemacht hätte, ich würde diese Pandemie verharmlosen wollen, was jedoch nicht meine Absicht ist.

 

Auch wenn ich mich über die Klopapierhamsterer gerne lustig mache, weil sie gar nicht erfassen zu können scheinen, wie absurd-hysterisch ihr Verhalten ist...

 

Wie gesagt, diese Idee habe ich verworfen und habe von einem viel interessanteren Ansatz gelesen. Darin ging es weniger um die entstandene Panik oder Hysterie, sondern um den Gedanken, wie man diese Zeit für sich nutzen kann.


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Buchmesse Leipzig

Hier ein kurzer Hinweis für diejenigen, die trotz der abgesagten Buchmesse in Leipzig sein sollten.

 

Hans Martin Esser wird am Freitag, den 13.03.2020, um 16 Uhr, vor dem Alten Rathaus (Markt 1) eine Lesung halten, die ursprünglich auf der Buchmesse stattfinden sollte.

 

Er liest aus seinem Buch "Die große Klammer - Eine Theorie der Normalität".

 

Das Buch steht derzeit auch auf der Liste der noch wartenden Rezensionen und wird in Zukunft auch noch einen eigenen Beitrag erhalten.

 

Wer sich jedoch zuvor schon einmal einen Eindruck verschaffen möchte, dem lege ich die Lesung von Herrn Esser nahe.

 

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Klima des Dialogs

Vor einigen Jahren ist mir schon aufgefallen und wird damals sicherlich auch anderen schon aufgefallen sein, dass das Klima im Internet rauer wurde.

 

Dialoge wurden barscher geführt und man merkte, wie sich eine Atmosphäre entwickelte, welche den Eindruck machte, dass es vielmehr um Anfeindung, als wirklichen Dialog ging.

 

Nun, einige Jahre später, erkennt man, dass es damals wirklich in diese Richtung ging. Schon fast extremistisch kämpfen links gegen rechts, unten gegen oben, Gläubige gegen anders- oder nicht Gläubige.

 

Wir haben uns in eine Kultur der Anfeindung und der Schuldzuweisung begeben. Anstatt, dass wir versuchen den anderen zu verstehen und seine Beweggründe auszuarbeiten, damit wir ein besseres Verständnis dem Gegenüber und seinen Ideen und Handlungen entwickeln, feinden wir uns automatisch an.

 

Das Gegenüber ist nicht meiner Meinung? Dann ist er Feind, weil er falsch liegt und ich recht habe.

Quelle: erzählmirnix


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