Alles ist viel besser mit Bluetooth

Der eine oder andere wird diesen Satz aus einer recht bekannten Fernsehserie kennen.

Dies war die Idee, als überlegt wurde, wie man für Blütenhaarspangen den Markt erweitern könnte.


Der Gedankengang hört sich erst mal ziemlich seltsam an, denn was würde man denn mit einer Haarspange wollen, die Bluetooth nutzt? Jedoch ist der Gedanke als solcher gar nicht mal so abwegig, denn heutzutage gibt es schon das eine oder andere Gerät, das mit dem Internet verbunden ist oder man es mit dem Handy verbinden kann.

Man „trackt“ sich selbst – also man sammelt Daten über das eigene Verhalten und versucht sein Leben zu optimieren. Das kann im Sport geschehen, beim Schlafen, bei der Arbeit oder jetzt auch beim Zähneputzen.


Vor einigen Tagen bin ich dabei auf die Werbung eines Herstellers gestoßen, dessen Zahnbürste so gut ist, dass sie sogar Zweifel beseitigt...

Bild von neuerdings.com


Das heißt, dass ich nun meinen Job an den Nagel hängen kann, wie jeder andere Philosoph und auch die Geistlichen auch, denn aller Zweifel wurde beseitigt. Ich bin dann quasi jetzt arbeitslos, denn niemand, nicht mal mehr die Philosophen, hat mehr Zweifel.


Oder doch nicht?


Kann ich einem Hersteller einfach so blind vertrauen?


Ich kenne „ihn“ ja nicht mal als Person.


Der Hersteller ist auch kein Freund von mir, sondern hat es gerne, wenn ich konsumiere.


Vor allem: Hat der Hersteller auch die absolute Wahrheit gefunden und sei es auch nur im Bezug auf das Zähneputzen?


Könnte das bedeuten, dass man nie wieder eine andere Zahnbürste bräuchte und es dann keinen Nachfolger mehr gibt?


Und was ist, wenn es dann doch einen Nachfolger gibt, sollten dann nicht doch wieder Zweifel angebracht sein?


Fragen über Fragen, die mich dann doch irgendwie zweifeln lassen...


Auch wenn ich diese neuartige Zahnbürste nicht ausprobiert habe, gehe ich dennoch mal ganz stark davon aus, dass auch sie nicht in der Lage ist Zweifel zu beseitigen, nicht mal wenn sie Bluetooth hat.


Selbst wenn ich mich selbst „tracken“ würde, hieße das nicht, dass damit auch der Zweifel als solcher – auch am Gerät, dem Hersteller, der Software etc. – verschwinden würde.

Da müsste man schon ziemlich leichtgläubig sein.


Heute gab es das Thema nur mal als humoristischen kleinen Text. Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich noch einmal auf ihn bzw. das „Tracken“ zurückkommen.

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