Der Umgang mit dem Geld

So gut wie jeden Tag haben wir damit zu tun und benötigen es um uns z.B. Essen oder Kleidung zu kaufen. Anstatt der früheren Tauschwaren, hat sich heute das Geld etabliert und macht eine Abwicklung von geben und nehmen einfach.

Natürlich gibt es auch alternative Systeme und Ideen, was die Bezahlung angeht, da sei der einfache Tauschhandel oder auch die Zahlung mit Karte genannt. Über letzteres spricht der Philosoph Christoph Türck, in einem Interview, mit dem Deutschland Kultur Radio.

Dieses Interview ist hier zu finden.


Er hat eine ähnliche Sicht wie ich auf die Bezahlung mit Bargeld. So "könne [es] klug sein, ein nahes Verhältnis zum Geld zu behalten"(Christoph Türcke im Gespräch mit Korbinian Frenzel, 17.07.2015, Deutschlandradio Kultur) sagt er in dem Interview, da es sich beim Bezahlen auch um einen psychologischen Vorgang handelt. Es geht uns nicht um das reine bezahlen, sondern wenn wir Bargeld in der Hand haben, gehen wir beim Bezahlen damit ganz anders um, als wenn wir mit unserer Bankkarte bezahlen.


Das Bezahlen mit einer Bankkarte oder vielleicht auch mit dem Handy ist demnach viel flüchtiger und bedeutet weitaus weniger Kontakt zum Geld selbst. Wir können uns daher vom Geld selbst entfernen und somit wird das Verhältnis zum Geld abstrakter. Das bezieht er auch auf die Kinder und Jugendlichen, die damit auch den Bezug zum Bargeld verlieren können, gerade weil es so etwas abstraktes geworden ist.


Wer möchte, kann gerne mal einen Selbsttest machen, über drei Monate.

In diesen drei Monaten wird hauptsächlich oder wenn möglich -nur- mit der Bankkarte bezahlt und Bargeld gemieden. Dazu hebt Ihr Euch mal die Quittungen in einer kleinen Schachtel auf. Versucht dabei so zu agieren, wie sonst auch, ohne Euch großartig von dem Gedanken leiten zu lassen, dass Ihr mit der Karte bezahlen müsst, sondern, dass Ihr einfach mit Karte zahlt.

Die Wahrscheinlichkeit wird sehr hoch sein, dass Ihr mehr Geld ausgebt, als vorher. Zudem kann es passieren, dass Ihr den Überblick über Eure Finanzen verliert.


Ich habe diesen Selbsttest schon einmal durchgeführt und muss sagen, dass man wirklich mehr ausgibt und manchmal sogar vergisst, was man bezahlt hat. Bis man es auf dem Konto sieht...

Aber warum habe ich diese Zeit auf drei Monate angesetzt? Wenn man das nur ein paar Wochen oder einen Monat machen würde, dann fällt es einem nicht so stark auf, weil man doch mal auf das Bargeld ausweicht und weniger zu Spontankäufen neigt. Gibt es jedoch dauerhaft nur diese Option, dann ist das Kauf- bzw. Bezahlverhalten ein ganz anderes.


Sollte der eine oder andere diesen Versuch wagen, dann bitte ich darum nicht gänzlich den Überblick zu verlieren, da ich dafür keine Haftung übernehme und dementsprechend auch keinen Schadensausgleich leiste, wenn das Konto maßlos überzogen wurde ;)

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