- Das neue Philosophie Magazin -

Vor einigen Tagen ist das neue Philosophie Magazin erschienen und ich möchte dabei auf einige Artikel hinweisen, die möglicherweise für den einen oder anderen, der regelmäßig meinen Blog verfolgt, interessant sein können.

 

 

 

Zum einen wird mehrfach auf die Thematik von Pokémon GO aufgegriffen. Lustiger weise ist sogar ein Artikel im Ansatz ähnlich meinem, den ich vor einiger Zeit geschrieben habe. Michel Eltchaninoff sieht in Pokémon Go eine tiefe Sehnsucht, nämlich die nach dem Spielen im wirklichen Leben.

 

 

Dabei geht er darauf ein, dass viele in den 20ern (*lach* in den 20ern… ich wusste doch ich bin jünger, als man mir weismachen will) das ja noch von ihren Eltern kennen würden und diese früher sagten, wenn man zu viel in der virtuellen Welt abhing, dass es sich dabei nicht um das wirkliche Leben handeln würde und sie rausgehen sollen zum Spielen und Freunde treffen.

 

Dabei wird die Frage aufgeworfen, ob das Spiel als solches nicht vielleicht sogar eine perverse (gemeint: pervertierte) Art der Realitätsflucht darstellt gegenüber dem normalen Videospieler.

 

 


Einen besonders interessanten Artikel finde ich den über Moritz Schreber – „Erfinder“ des Schrebergartens und Hauptvertreter der sogenannten schwarzen Pädagogik.

 

 

Das heißt man kann die Zucht und Ordnung nicht nur im Schrebergarten erkennen, sondern auch darin, wie er der Meinung war, man Kinder „heranzuzüchten“ (heranzuzüchtigen) hätte. Damit war er ein Wegbereiter für die Ideologie des Nationalsozialismus.

 

 

 

Doch auch ein Thema was ich immer wieder anschneide ist der Datenschutz oder der Posthumanismus und als große Frage stellt sich das Philosophie Magazin „Wie berechenbar sind wir?“ und geht dabei auf verschiedene Blickwinkel ein.

 

 

Sowohl die Anfänge und Ursprünge der Cookies, mit denen wir ständig bombardiert werden, aber auch die Steuerung menschlichen Verhaltens, wie z.B. Pokémon GO, aber auch Gegenmaßnahmen, wie man sich zumindest etwas aus den Kontrollzwängen, die mit unserer massiven Medien Nutzung einhergehen, entziehen kann.

 

 

Aber auch die Frage nach dem Unberechenbaren wird gestellt, obgleich der Mensch durch die Bank weg, berechnet werden soll, egal ob beim Sport oder wenn er schläft. Was er isst, was er kauft, was er macht.

 

 

In einem Artikel meint Vince Ebert:

 

Technik und Wissenschaft kann man als Versuche deuten, dem Ausgesetztsein in eine sinnlose Welt zu entrinnen.(Philosophie Magazin, 06/2016, S. 65)

 

 

 

Das ist ehrlich gesagt ein gar nicht so verkehrter Ansatz, denn was früher der Gottesglaube oder die Gottesfurcht war, ist heute zu etwas Anderem geworden. Das Vermessen des eigenen Ichs. Somit wird der eher sinnlos anmutenden Welt, ein neuer Sinn verliehen und die Frage nach der Sinnhaftigkeit stellt sich eher weniger.

 

 

 

Besonders interessant finde ich den Hinweis bezüglich Martin Heideggers, da Rassenhass und Antisemitismus ein Thema der Philosophie ist, welches eher gerne unter den Tisch gefallen lassen wird, zumindest wenn es um die eigenen Philosophen geht.

 

 

Doch auch davor ist die Philosophie nicht gefeit und hat sich dem zu stellen. Verschiedene Ansätze werden im Bereich der Buchvorstellungen thematisiert.

 

 

 

Wenn ich es schaffe, werde ich auf die Thematik von Pokémon GO oder der großen Thematik der Datenerfassung zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal eingehen.

 

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