Arbeit und Künstliche Intelligenz

Vor einigen Tagen hatte ich eine kleine Diskussion in der unser System der Arbeit in Frage gestellt wurde.

 

Meine Gedanken dazu sind folgende, auch wenn ich kein Ökonom bin:

 

In Zukunft werden bestimmte Arbeitsplätze, durch die Vereinfachung und Virtualisierung stark zusammenschrumpfen, wenn nicht sogar wegfallen. Schon heute gibt es Jobs, die eigentlich keinen wirklichen Sinn machen, sondern nur vorhanden sind, weil es diesen Job gibt.

 

Ich muss dabei immer an eine Werbetafel denken, die in einer U-Bahn (in den u.s.a) hing und genau diese Frage aufwarf, dass der eigene Job vielleicht nur geschaffen wurde, damit es ihn gibt, er eigentlich aber gar nicht benötigt würde.

 

Aber egal ob ein Job nur existiert, damit er existiert - es gibt auch Arbeitsplätze, die heute benötigt, aber möglicherweise in naher Zukunft doch nicht mehr besetzt werden, da er virtuell ausgelagert wird und die Aufgaben eine KI (Künstliche Intelligenz) übernehmen kann.


Als Gegenargument kam, dass es ja in den 60er und 70er Jahren ähnliche Ängste gab, die aber dennoch nicht eingetreten sind. Das Argument als solches ist aber nur bedingt haltbar, da wir heute technisch viel weiter vorangeschritten sind, als es vor 30 oder 40 Jahren der Fall war. Das bedeutet, dass es viel wahrscheinlicher ist, dass es zu einer derartigen Veränderung kommen kann.

 

Künstliche Intelligenzen lernen zu träumen, sie entwickeln sich von alleine weiter, erfinden Sprachen und sind lernfähig. Das bedeutet, dass es eigentlich eine logische Konsequenz sein wird, dass bestimmte Jobs wegfallen, weil sie einfach nicht mehr benötigt werden.

 

Lustiger weise äußerte sich Stephen Hawking einige Tage danach auf seinem Blog darüber und ist ähnlicher Ansicht wie ich.

 

Er geht dabei aber sogar noch weiter und bezieht darin die ganze Menschheit mit ein, denn ohne eine Zusammenarbeit der Menschheit und der führenden Politiker steht unsere Zukunft auf sehr wackeligen Beinen. Da wir einerseits die Technik geschaffen haben uns und den Planeten auszulöschen, ihn jedoch noch nicht verlassen können.

 

Mein erster Gedanke bei dem vorangegangenen Gespräch war über die zuvor genutzten Systeme nachzudenken.

 

Früher haben wir erst Dinge getauscht und so einen Handel betrieben. Später wurde eine Währung in Form von Geld eingeführt, wo wir Dinge, die wir hatten, wie z.B. eine Kuh in Geld eintauschen konnten. Nun haben wir unsere Arbeitskraft, die wir einem Arbeitgeber zur Verfügung stellen und bekommen dafür Geld.

 

Doch nun kommen wir an den Punkt, wo die Arbeitskraft nicht mehr den Stellenwert haben wird, die sie bislang hatte, denn diese kann nun ganz kostengünstig an eine Künstliche Intelligenz abgegeben werden, die diese Arbeit vielleicht sogar noch schneller und besser verrichtet.

 

Das bedeutet, dass das System ein anderes werden muss, weil es sonst zu einer weltweiten Massenarbeitslosigkeit kommen könnte.

 

Auch wenn man mir nun Schwarzmalerei vorwerfen möge, sollte man dabei dennoch nicht vergessen:

Auf Dauer kann dieses System nicht mehr funktionieren, da es nur noch wenige Menschen gäbe, die Arbeit haben und viele, die eben keine haben.

 

Die Spaltung zwischen arm und reich wäre immens.

 

Hawking sieht in den Problemen der Umweltverschmutzung, des Klimawandels und der Überbevölkerung eine Mahnung, dass wir uns derzeit an einem gefährlichen Punkt der menschlichen Entwicklung befinden.

 

Dennoch denke ich, sollte man die Künstliche Intelligenz nicht verteufeln oder gar zum Zukunftsfeind werden. Ich meine, es wäre sinnvoller sie als Werkzeug und Möglichkeit für die Zukunft der Menschheit zu sehen; ähnlich wie es die Gruppe der Steampunks getan hat bzw. immer noch macht (wenn auch etwas romantisiert).

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Kommentare: 2
  • #1

    Rosenbaum (Mittwoch, 07 Dezember 2016 09:56)

    Eigentlich wäre es gar nicht schlimm, wenn KI die meisten Arbeiten übernehmen würde, denn dann könnten sich die Menschen auf ganz andere Dinge konzentrieren, auf Weiterentwicklung beispielsweise. Die Utopie ist doch auch, allen ein Grundeinkommen zu geben, dann käme es auf die bezahlte Arbeit nicht mehr an. Wir könnten uns den geistigen Bereichen mehr zuwenden und damit auch unser Entwicklungspotenzial endlich ausschöpfen. Der Aufschrei über KI wird in 50 Jahren ein leises Flüstern sein ...

  • #2

    Migrant (Samstag, 31 Dezember 2016 17:39)

    Das bedingungslose Grundeinkommen ist eigentlich unvermeidlich, die aktuelle Entwicklung kann man weder aufhalten, noch Rückgängig machen. Früher oder später wird die Politik einlenken müssen. Und bis dahin heisst es, abwarten und Tee trinken ;)
    https://migrantx.wordpress.com/2016/08/29/der-bundestag-ist-eine-behindertenwerkstatt/