Die Welt im Chaos

Wie ich diesen Text anfangen soll weiß ich eigentlich nicht so recht. Selbst nach ein paar Anläufen will es nicht so recht.

 

Da ich ja, wie einige wissen, selbst viel fotografiere und mir nachgesagt wird, dass ich ein gewisses Auge dafür habe, möchte ich heute in diese Richtung abschweifen.

 

Mir geht es dabei um das unten zu sehende Bild (als Quelle habe ich immer nur Twitter gefunden, sollte jemand den Urheber kennen, so möge er mir bitte den Namen zukommen lassen, damit ich ihn nachtragen kann).

 

Das Bild als solches ist eigentlich nicht besonders, es geht dem Photographen, weder um die Belichtungszeit noch um ein Verändern des Bildes (was ja viele Fotografen nutzen, um ihre Bilder aufzuhübschen), sondern es geht ihm um die Szene und die hat er perfekt eingefangen – zumindest für meine Verhältnisse.


Dieses Foto stellt für mich den derzeitigen Irrsinn in der Welt dar. Wo man hinschaut ist Fanatismus, Extremismus und wahnhafte Gewalt.

 

Der eine rechtfertigt seine Gewalt gegen andere mit seiner „Religion“.

 

Der nächste rechtfertigt seinen Hass gegen andere mit seiner Nationalität und, ach, um was er doch viel besser ist als andere.

 

Wieder einer rechtfertigt seine Wahnhaftigkeit gegen alle anderen Menschen damit, dass sie nicht wie er sind, sondern dass sie dem Bösen anhängen.

 

Der nächste rechtfertigt sein gutes Leben und den Hunger anderer damit, dass die anderen eben nicht genug Willen besaßen. Ganz nach dem Motto „Eure Armut kotzt mich an.“

 

Aber nicht nur die kleinen fanatischen Gruppen sind da das Problem, sondern auch die politisch motivierten Parteien und deren oftmals minderbemittelten Anhänger (ich würde ja gerne sagen, dass sie alle zurückgeblieben sind, aber das ist ja nun mal nicht der Fall).

 

Nationalistische Gruppen sprießen wie Pilze, in den einzelnen Ländern, aus dem Boden, weil (nach meiner These) Europa es versäumte eine geschlossene Gruppe zu bilden. Der einfache Bürger fühlte sich nicht geborgen in der EU, sondern vielmehr bevormundet. Es wurde kein wir geschaffen, sondern es war immer eine lockere Verbindung, bei der irgendwelche überbezahlten Politiker in geheimen Kammern über irgendwas beschlossen, ohne dass der Bürger auch nur den Hauch einer Chance zur Mitbestimmung hatte.

 

Das alles lässt ein Gefühl des Chaos und der Fassungslosigkeit entstehen.

 

So fassungslos, wie der Arzt auf dem Bild schaut, schaue ich derzeit in die Welt und frage mich wirklich in wie fern der Mensch vernunftbegabt ist.

 

Ich habe eher das Gefühl, dass immer mehr Menschen diese Begabung freiwillig abgeben, damit man nicht so viel nachdenken oder rational handeln muss.

 

Was ist derzeit nur mit den Menschen los?

 

Fassungslos schaue ich in die Welt, schaudernd was da noch kommen mag…

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    juergen bellers, prof dr (Freitag, 28 April 2017 13:24)

    aber so chaotisch war die welt immer, vielleicht früher noch mehr, das chaotischste war, dass Gott sich in Jesus selbst opferte. dh im chaos selbst ist Gott als opfer. das ist ein Ergebnis der holocaust-Theologie.

  • #2

    Denkatorium (Freitag, 28 April 2017 14:17)

    Mit wilden Spekulationen über einen Gott und Jesus als solches sind Sie auf meinem Blog nicht unbedingt an richtiger Stelle.

    Zumal die religiöse Logik hinter dem ganzen Bibelgedöns, selbst für einen "Gott" ziemlich unlogisch und unnötig ist.