Wandern

Einige Male habe ich angefangen einen Text zu schreiben, ihn jedoch immer wieder verworfen, weil er mir nicht sonderlich gefiel oder es irgendwie hakte, weil ich mit meinen Gedanken immer wieder wo anders war.

 

 

 

Dieses Wandern der Gedanken durch zu viele Projekte und zu wenig Zeit...

 

 

 

Manchmal vielleicht auch dadurch, dass man zu wenig abschalten kann, weil eben jene Projekte und Gedanken einen daran hindern.

 

 

 

Über das Wandern gibt es derzeit eine Sonderedition vom Philosophie Magazin. Das beschreibt nicht nur historisch - bezogen auf verschiedene Philosophen - das Wandern, sondern auch den Mehrwert in unserer heutigen Zeit.

 

 

 

Wandern darf man jedoch nicht als etwas zu eng gefasstes verstehen, sondern reicht vom Schaufensterbummel, über das Spazierengehen, bis hin zum Wandern durch Wälder usw.

 

 

 

Vor einiger Zeit las ich bspw. etwas über das Waldbaden - Shinrinyoku, was den Stressabbau unterstützt und die Entspannung steigern soll. Interessanterweise soll eine gewisse Entspannung sogar durch das Betrachten von Waldbildern hervorgerufen werden können.

 

 

 

Durch Städte fremder Länder zu spazieren und diese zu entdecken wird sicherlich auch einen wohltuenden Effekt haben, so man denn daran interessiert ist.

 

 

 

Letztes Jahr bin ich selbst mal im Harz wandern gewesen, dort bin ich den Hexenstieg entlanggewandert, wie es Goethe schon getan haben soll, wo er seine Inspiration für Faust erhielt - meine Vermutung ist ja, dass er von den Pilzen am Wegesrand genascht hat.

 

Dabei habe ich für mich herausgefunden, dass Wandern überhaupt nicht meins ist - ich bin ja eigentlich nicht einmal Fan vom Spazierengehen, weil ich durch das 21. Jahrhundert zu verwöhnt bin.

 


Dennoch bin ich ein Freund davon verschiedene Länder zu erkunden und das sowohl mit dem Auto, als auch zu Fuß. ich muss nicht jeden Tag die gleiche Strecke gehen, wie es der eine oder andere Philosoph tat, weil er es für richtig erachtete. Ich muss auch nicht den Jakobsweg entlang stolpern, weil es so viele andere Menschen getan haben.

Dennoch gibt es Menschen, denen so genau das gut tut, die dadurch zu sich selbst kommen können und eine gewisse innere Ruhe finden, die uns im Alltag oft fehlt, weil wir immer und überall erreichbar sein wollen.

 

Das Sonderheft ist eine gute Inspiration, für sich selbst einmal herauszufinden, was einem dahingehend liegen könnte, wenn man denn nach solch einer Entspannung sucht.

Aber auch einfach um den historischen Bezug zu den verschiedenen Philosophen und deren Gedanken hinter dem Wandern kennenzulernen, ist es absolut empfehlenswert.

 

 

Viel Spaß beim Lesen