Literatur - Rezensionen


In diesem Bereich gibt es, wie gewünscht, hin und wieder Buchbesprechungen, da es das eine oder andere Buch gibt, welches einem philosophische Denkanstöße vermitteln kann.

 

Dabei muss es sich aber nicht immer nur um Sachbücher aus der Philosophie handeln.

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Baldige Rezensionen

  • Die große Klammer - Eine Theorie der Normalität, Hans Martin Esser
  • Das Rad in der Maschine - Handbuch der mechanischen Philosophie, Patrice Leiteritz

Knietzsche und der Tod

Vor einiger Zeit wurde mir ein Buch empfohlen, welches ich mir als Erwachsener eigentlich nicht geholt hätte, weil es sich um ein Kinderbuch handelt.

 

Doch halt: Nur weil es ein Buch für Kinder ist, heißt das nicht, dass es nicht den eigenen Horizont erweitern kann.

 

Knietzsche, wird auch der kleinste Philosoph der Welt genannt und wurde von Anja von Kampen erfunden. Bei der Namensgebung bin ich mir, bis auf Nietzsche nicht ganz sicher, da ich dazu zwei Versionen gefunden habe. Das K könnte demnach entweder für das Knie stehen, was sich auf seine Körperhöhe bezieht (lt. Wikipedia) oder, was ich für fast nachvollziehbarer halte, dass sein gesamter Name (in Anlehnung an Nietzsche) das Geräusch beschreibt, wenn er mit seinen offenen Turnschuhen durch den Raum läuft.

 

Aber als solches ist der Name auch nicht wirklich relevant. Viel wichtiger ist, was Knietzsche macht. Er bringt nämlich den Kindern die Welt näher und das auf philosophischem Wege. Doch nicht eben die verstaubte, akademische Philosophie, sondern die praktische Philosophie, um die Welt zu verstehen.


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Der Allegonaut

Manchmal bin ich ja am überlegen, wie ich meinen Rezension oder einen allgemeinen Artikel wohl am Besten anfangen soll. Mit dem Hinweis, dass ich etwas gelesen oder überlegt habe?

 

Oder vielleicht doch, dass ich privat kaum zu etwas kam, damit der Leser weiß, dass es manchmal etwas schwierig um mein Zeitmanagement bestellt ist, da ich den Blog nicht beruflich verfolge?

 

Zugegebenermaßen habe ich Letzteres derzeit recht gut in den Griff bekommen, was mich vermehrt lesen, rezensieren und gedanklich auf die Philosophie konzentrieren lässt.

 

Aber ich schweife ab...

 

Ich muss gestehen, ich bin immer skeptisch, wenn ich ein Buch in die Finger bekomme, gerade wenn es sich um Romane handelt, die versuchen Philosophie zu verarbeiten. Was daran liegt, dass ich als schwierig erachte Philosophie in Romanen gut zu thematisieren.

 

Dennoch lasse ich mich gerne eines Besseren belehren und manchmal wird man dafür auch belohnt. René Kempel, Autor des oben genannten Buches hat hier ein beachtliches Werk geschaffen.

 

Das faszinierende daran ist, dass es nur etwas mehr als 100 Seiten hat, aber dennoch auf Grund des, wie ich finde, unglaublich guten Schreibstils, den Leser mitreißt und gefangenhält. Ich hatte beim Lesen des Buches nicht einen einzigen Moment, an dem ich dachte „langweilig“ und dabei vielleicht mit den Gedanken abdriftete, sondern ganz im Gegenteil, ich wollte so schnell wie möglich weiterlesen.


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Der aufrecht gebückte Mensch

   Vor einiger Zeit hatte ich das Glück, oben genanntes Buch, von Wolfgang Paul, lesen zu dürfen. Dabei handelt es sich um eine philosophische Betrachtung des Menschen und seine Position im Leben.

 

Zugegebenermaßen war ich anfänglich etwas irritiert, da der Autor öfter Bilder aus der Bibel nahm und anhand dieser etwas versuchte zu erklären. Daher las ich mit einer gewissen Skepsis weiter.

 

Das liegt mitunter daran, dass ich oft schon (philosophische Bücher) gelesen habe, die solche Metaphern benutzten, um später ihre philosophische Idee auf einem Gottesgedanken zu begründen. Das ist hier aber glücklicherweise nicht der Fall, sondern es wird als reine Metapher für unser Verhalten verwendet, die einfach einen Gedanken verdeutlichen soll.

 

Unter dem aufrecht gebückten Menschen kann man sich zuerst nicht wirklich viel vorstellen, nur kommt die Idee auf, dass es sich vielleicht um eine weitere Evolutionsstufe handeln könnte, die der Mensch erreicht hat, nachdem er einige Zeit aufrecht gegangen ist.

 

Denn eigentlich gehen wir doch davon aus, dass wir auch heute noch aufrecht und selbstbestimmt durch das Leben gehen oder ist das etwas doch nicht so?

 

So fern ist dieser Gedanke nicht. Paul weist in seinem Werk auf den Zwiespalt hin, in dem sich der Mensch sich befindet. Auf der einen Seite finden wir den Minderwertigkeitskomplex und auf der anderen die Überheblichkeit.

Ebenso stellt sich die Frage, ob unsere Werte die wir hatten oder denken zu haben, wertlos geworden sind, weil wir sie eben nicht mehr leben.


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Buchmesse Leipzig

Hier ein kurzer Hinweis für diejenigen, die trotz der abgesagten Buchmesse in Leipzig sein sollten.

 

Hans Martin Esser wird am Freitag, den 13.03.2020, um 16 Uhr, vor dem Alten Rathaus (Markt 1) eine Lesung halten, die ursprünglich auf der Buchmesse stattfinden sollte.

 

Er liest aus seinem Buch "Die große Klammer - Eine Theorie der Normalität".

 

Das Buch steht derzeit auch auf der Liste der noch wartenden Rezensionen und wird in Zukunft auch noch einen eigenen Beitrag erhalten.

 

Wer sich jedoch zuvor schon einmal einen Eindruck verschaffen möchte, dem lege ich die Lesung von Herrn Esser nahe.

 

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Kein Ding an sich

Vor einiger Zeit habe ich das Buch „Kein Ding an sich“, geschrieben von dem Autor Stephan Weiner, erhalten. Ich wollte schon viel früher eine Rezension darüber schreiben, jedoch ist es mir zeitlich anders nicht möglich gewesen. Da ich aber weiß, dass einige meiner Leser immer wieder an philosophischen Büchern interessiert sind, möchte ich soeben auch gerne dieses Werk mit euch teilen.

 

Es handelt sich bei dem Buch um die Kategorie PhiloFiktion, womit ich anfänglich nur bedingt etwas anfangen konnte, aber desto mehr ich in dem Buch las, desto klarer wurde auch diese Einordnung. Es beginnt mit zwei Handwerkern auf einer Baustelle, die sich über die Thematik des emotionalen und des sachlichen Erkennens der Welt unterhalten. Es ist der Maler Morlock und der Elektriker Bartock.

 

Zugegebenermaßen, da ich Probleme mit meinem Namensgedächtnis habe, war es für mich schwierig anfänglich beide richtig einzuordnen, besonders weil sich deren Namen doch sehr ähneln.

 

Sie philosophieren also über das Erkennen der Welt und an einem gewissen Punkt scheint das Argument von Bartock unschlagbar zu sein und zwar so unschlagbar, dass Morlock zuschlägt. Er schlägt ihn nieder und Bartock ist sofort tot.


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Frei nach Schopenhauer

Heute habe ich das große Vergnügen, ein wenig etwas über ein Buch zu schreiben, dass mir zur Rezension von den Bookbakers zugesandt wurde.

 

Wer die Bookbakers noch nicht kennt: Es handelt sich dabei um eine Gruppe, die versucht, auch eher kleineren Autoren eine Plattform zu bieten und das auf verschiedenste Weise, so dass man als Autor auch eine (wie ich finde, jugendliche und frische) Chance auf dem Büchermarkt erhält, was in der heutigen Zeit gar nicht mal so einfach ist.

 

In unserem Fall geht es um den Roman „Frei nach Schopenhauer“ von Otto A. Böhmer, einem Philosophen und Schriftsteller, der auch schon zuvor viele andere Bücher verfasst hat.

 

Zugegebenermaßen bin ich normalerweise kein Fan von Romanen, sondern eher von Sachbüchern, doch ich muss sagen, dass Böhmer hier eine sehr gute Mischung aus Roman und Sachbuch geschaffen hat.

 

Hauptfigur ist dabei der Philosoph und philosophische Berater Professor Dr. Egidius Fitzroy, welcher doch etwas unter dem eigenen Gewicht, als auch dem Gewicht seiner Umwelt leidet.

 

Als Mitglied der internationalen Schopenhauer Gesellschaft, hat er das Vergnügen, sich als philosophischer Berater zu betätigen, worin er von der Gesellschaft unterstützt wird. Dennoch hegt Professor Fitzroy eine gewisse Paranoia dieser gegenüber und vermutet sogar, dass sie ihn in seiner Praxis abhören.

 

Bei seiner philosophischen Beratung tauchen immer wieder doch recht skurrile Persönlichkeiten auf, bei denen der Leser anfänglich denken kann, dass diese Figuren doch sehr überspitzt dargestellt werden und gar nicht der Realität entsprechen.

 

Doch durch meine Erfahrungen, die ich vor einigen Jahren selber als philosophischer Berater gemacht habe, kann ich sagen: So fern der Realität sind diese Personen nicht.


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- Literatur -

Da ich immer wieder mal gefragt werde, was es denn so für philosophische Literatur gibt und welche davon wirklich lesenswert (und verständlich) ist, habe ich mir schon vor einiger Zeit überlegt eine weitere Kategorie in meinem Blog zu erstellen.

 

Sie nennt sich "Literatur" und ist oben im Menü zu finden, damit man sich nicht durch die ganzen Blogeinträge suchen muss.

 

Dabei soll es nicht nur um die Klassiker der Philosophie gehen, sondern auch um neuere Werke oder um Bücher, bei denen man es vielleicht auf den ersten Blick gar nicht erkennt.

 

Ich denke, das könnte für Interessierte ganz hilfreich sein, aber auch für jene, die vielleicht erst gerade ein Buch veröffentlicht haben und es hier


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